Einladung zum Geotag der Natur 2018

20./21. Juli 2018 im Biosphärenpark Nockberge

Zum dritten Mal findet der GEO-Tag der Natur (vormals Tag der Artenvielfalt) im Biosphärenpark Kärntner Nockberge statt. Unter dem Motto 

    "Menschgemacht - Fauna & Flora von Mähdern und Schobern"

steht die Almregion im Bereich Rosental –Schneegrube bis Grögerle Nock/Pregatscharte und ein Teil der Kulturlandschaft der Gemeinde Ebene Reichenau für 24 Stunden im Zentrum des Interesses. Dort sind besondere Arten zu erwarten, die durch Aufrechterhaltung der Bergmahd gefördert werden. 


© AUER
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Der GEO-TAG 2017

"Hoch hinaus - Der Alpinzone auf der Spur"

 

Zum zweiten Mal wurde der Biosphärenpark Nockberge für 24h zum Erkundungsgebiet für Experten der Biologie, die begleitet von begeisterten Laien die Artenvielfalt rund um den Königstuhl erkundeten. Im Rahmen des GEO-Tags der Artenvielfalt, der seit 1999 alljährlich vom GEO-Magazin aufgerufen wird, fanden sich am 21. und 22. Juli 2017 50 Botaniker, Pilzforscher und Zoologen aus ganz Österreich zu dieser größten europäischen Feldforschungsaktion ein. Dietmar Rossmann, Geschäftsführer der Biosphärenparkverwaltung Nockberge: „Wir sind sehr stolz beim 2. Geo-Tag der Artenvielfalt mehr als 50 Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Vor allem ist uns das gegenseitige Verständnis von Grundbesitzer und Forscher sehr wichtig, was auch von allen Beteiligten befürwortet und respektiert wurde.“

Ausgestattet mit Plänen, Listen und Verpflegung machten sich die Forscher auf, im Umkreis von Heiligenbach- und Zechneralm, sowie der Gipfelregion von Eisentalhöhe, Seenock und Königstuhl alle Tier- und Pflanzenarten zu dokumentieren. Unter dem Motto „Hoch hinaus- Der Alpinzone auf der Spur“ standen vor allem die Lebensräume der Gipfelregion im Fokus des Forschungsinteresses.

Experten zeigten sich zufrieden mit ihren Funden

Spezialisierte Expertenteams erforschten das reichhaltige Vorkommen von Gefäßpflanzen, Moosen, Flechten, Pilzen, Lurchen, Spinnentieren und vor allem Insekten, die im Rahmen des Insektencamps der Österreichischen Entomologischen Gesellschaft genau unter die Lupe genommen wurden. Interessierte Laien nutzen die Chance, um die Expertenteams zu begleiteten und erfuhren so in kurzer Zeit wohl mehr über die Flora und Fauna der Region, als in einschlägiger Fachlektüre zu finden wäre.

 

Was lebt und gedeiht also in der Gipfelregion? Mandalena Topalović von der Biosphärenparkverwaltung Nockberge: „Laut einer ersten Hochrechnung wurden innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters nahezu 1000 Arten festgestellt, darunter auch seltene Arten wie die Nordfledermaus.“ Die Pilzkundler entdeckten beispielsweise 67 verschiedene Pilzarten. 

 

Der GEo-Tag 2016 als „Come Together von ForscherInnen und BsP-BewohnerInnen“


Hätten Sie gedacht, dass Sie bei einer Biosphärenpark Erkundung, im Bereich St. Oswald, innerhalb von nur 24 Std. all den nachfolgenden Pflanzen und Tiere begegnen können?

  •      240 Gefäßpflanzen
  •      165 verschiedene Moose 
  •      geschütztes Sumpfblatt-Mannschild
  •      Krauses Klein Gabel Zahnmoos => hierbei handelt es sich um einen Erstnachweis für Kärnten!! 
  •      60 verschiedene Pilzarten
  •      Fischarten wie Bachforelle, Elritze, See- und Bachsaibling
  •      Amphibien, wie zb. der Alpenmolch oder Reptilien, wie die Zauneidechse
  •      Wasseramsel, Mornellregenpfeifer und andere Vogelarten
  •      Pflanzenwespen, 10 Tausendfüßler-Arten und 14 Schmetterlingsarten.


Und dabei handelt es sich erst um die erste Erhebung und keineswegs um die ganze Artenvielfalt!

Wenn Sie sich für das wissenschaftliche Endergebnis interessieren, erfahren Sie dieses, kommendes Jahr in der Carinthia Ausgabe des Naturwissenschaftlichen Vereins Kärnten.