Tiere in der Kulturlandschaft

AUSWIRKUNGEN DER  BEWIRTSCHAFTUNG AUF DIE TIERWELT – SCHWERPUNKT INSEKTEN

Eine traditionell gepflegte Kulturlandschaft prägt das Erscheinungsbild der Biosphärenparkregion Nockberge. Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Biosphärenparkverwaltung mit den LandwirtenInnen sowie mit Naturschutzorganisatoren ist im Nockberge Managementplan verankert.

 

Im Rahmen der Weiterbildungsveranstaltungen für Naturschutzplanbetriebe in Kärnten fand am 25. Juni 2018 in der Biosphärenparkverwaltung ein Seminar zum Thema „Tiere in der Kulturlandschaft“ statt. Biologe Georg Derbuch sowie Mag. Mona Abl (Amt der Kärntner Landesregierung Abteilung 8 -LE.NA) übermitteln den zahlreich erschienenen BewirtschafterInnen viele Beispiele, wie sich die ausübende Bewirtschaftung auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirkt. Eine extensive Bewirtschaftungsform ist die Grundlage einer artenreichen Biodiversität. Leider sind diese wertvollen Flächen sehr stark im Rückgang. Auch die Klimaerwärmung wirkt sich auf die Tier- und Pflanzenwelt aus. Viele Arten, die es vor Jahren noch nicht gegeben hat, wandern in unsere Kulturlandschaft ein. Ein Problem sind die Neophyten, Goldrute, Drüsen Springkraut, Robinie aber auch Tierarten wie der Asiatische Marienkäfer verdrängen unsere heimischen Arten. Gerade auf diese Entwicklung ist zu achten sowie entsprechende Gegenmaßnahmen zu setzen. Die dafür zuständigen Stellen (Naturschutzorganisationen, Behörden usw.) sollen darüber informiert werden um gegebenenfalls behilflich zu sein.

 

Im Anschluss des Vortrages ging es nach St. Lorenzen. Ein Bewirtschafter hat wegen des Seminars extra seine Wiese nicht gemäht. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten konnten festgestellt werden. Einzelne Arten wurden gesammelt und ihre Lebensweise besprochen. Eine Vielzahl von Eindrücken und Fachwissen wurde den BewirschafterInnen übermittelt. Nach intensiver Diskussion zwischen den SeminarteilnehmernInnen und den Referenten wurde eine gelungene Veranstaltung abgeschlossen.

 

Derartige Veranstaltungen werden nur noch heuer angeboten. Naturschutzplanbetriebe müssen eine Teilnahme von mindestens 8 Stunden bei Weiterbildungsveranstaltungen vorweisen können.